gemeinsam fronleichnam feiern.

Auf der Terrasse des Kapuzinerklosters feierten wir bei strahlendem Sonnenschein gemeinsam das Fronleichnamsfest.

ich danke dir, gott ...

Ich danke dir, Gott, dass ich nicht allein bin,

 

dass ich mein Elend nicht allein trage,

 

nicht meinen Unglauben und nicht meine innere Leere.

 

 

 

Denn wo ich am Ende bin,

 

steht das Geheimnis deiner Kirche vor mir.

 

Wo ich am nötigsten einen Tröster brauche,

 

stehst Du in der Gestalt des Elenden

 

und verwandelst uns, die wir leiden, in Tröster,

 

unsere bittenden in schützende Hände.

 

Wo wir einsam sind, bist du nahe

 

in vielen Menschen,

 

und deine Kirche beginnt zu wachsen

 

wie eine Blume in der Wüste.

 

 

 

Ich danke dir, dass ich nicht allein bin,

 

sondern das Elend der anderen tragen darf.

 

Ich danke dir, dass du nahe bist,

 

so weit das Elend reicht und die Stimme des Trostes.

 

 

 

Du warst ein Mensch unter Leidenden.

 

Wandle uns, die wir leiden, in deine Gestalt,

 

dass wir den Leidenden nahe sind wie du.

 

Dass wir jeder ein Christus sind dem, der dich sucht.

 

 

 

Ich danke dir, dass wir alle ein Leib sind.

 

Ein Stück von dir.

 

Deine sichtbare Gestalt.

 

Deine Kirche. Dein Werkzeug.

 

Deine Hand. Dein Mund.

 

 

 

Wir danken dir, dass wir nicht allein sind.

 

 

 

Jörg Zink, „Ich danke dir, Gott …“. In: Ders., Wie wir beten können, S. 69

 

© 2015 Kreuz Verlag in der Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau

 


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Video © Julian Kendziora